Hochzeitskredit

Endlich ist es soweit, der schönste Tag des Lebens steht bevor. Die Rede ist vom Hochzeitstag. Eine Hochzeit ist natürlich auch eine kostenintensive Angelegenheit, denn es wird Geld für die Bekleidung, die Feier, die Ringe und natürlich auch für die Flitterwochen benötigt. Hilfreich ist dieser Situation ist der Hochzeitskredit.

Wie findet man den besten Hochzeitskredit?

Jeder, der heiraten möchte, kann von dem Hochzeitskredit Gebrauch machen. Die kostengünstigste Form ist hierbei der herkömmliche Ratenkredit, der zumeist über niedrige Zinsen und variable Laufzeiten verfügt. Zudem ist dieser Kredit nicht zweckgebunden. Für diese Form des Kredits müssen auch keine Sicherheiten bei der Bank hinterlegt werden. Damit man möglichst günstige Konditionen für den Hochzeitskredit bekommt, hat man verschiedene Möglichkeiten.

    • Ehepartner als zweiter Kreditnehmer: Sofern der Ehepartner über ein eigenes Einkommen verfügt, kann er als zweiter Kreditnehmer fungieren. Beide Ehepartner haften in gleicher Weise mit ihrem Einkommen für den Kredit. Dies bedeutet natürlich, wenn der eine Ehepartner seine Raten nicht mehr zahlen kann, dann tritt automatisch der andere Ehepartner ein.
    • Viel Eigenkapital: Setzt man viel Eigenkapital ein, dann können die Zinsen niedrig gehalten werden. Für die Bank bedeutet dies, dass das Risiko des Kredites sehr gering ist.
    • Eltern oder Schwiegereltern als Bürgen: Für einen Hochzeitskredit kann auch ein Bürge genannt werden, der im Falle der Nichtzahlung für die Raten aufkommt. Hilfreich ist es hier, wenn man die Eltern oder Schwiegereltern bittet, als Bürgen zu fungieren. Natürlich müssen die Bürgen über eine ausreichende Bonität verfügen. Hat der Bürge eine gute Bonität, dann wirkt sich dies positiv auf die Konditionen des Hochzeitskredits aus.
    • Sondertilgungen: Sinnvoll ist es, wenn kostenfreie Sondertilgungen angeboten werden. Mithilfe der Sondertilgungen kann der Hochzeitskredit schneller abgelöst werden.

Hochzeitkredit Vergleich 2016

Welche Kosten für Hochzeit einplanen?

Bevor man sich für einen Hochzeitskredit entscheidet, sollte man die Kredithöhe gut kalkulieren. Im Schnitt wird für eine klassische Hochzeit eine Summe zwischen 6.000 und 12.000 Euro veranschlagt.

So fallen für ein Brautkleid und den Anzug ca. 1.300 Euro an. Für Standesamt müssen 200 Euro veranschlagt werden. Der Polterabend kostet im Schnitt 600 Euro. Für die Frisur und die Kosmetik muss die Braut ca. 300 Euro kalkulieren und für Gastgeschenke können ebenfalls 300 Euro veranschlagt werden. Das Ausrichten der Feier schlägt mit 2.700 Euro extrem stark zu Buche, dicht gefolgt von der Hochzeitsreise mit ca. 2.800 Euro und dann den Grußkarten und Danksagungen mit 400 Euro.

Stornokosten durch Rücktrittsversicherung abdecken

Es ist sinnvoll für einen Hochzeitskredit einen Rücktrittsversicherung abzuschließen, denn wenn die Hochzeit aus irgendwelchen Gründen kurzfristig verschoben werden muss oder gar ausfällt, dann bekommt man von den Lokalitäten das Geld kaum zurück. Die Rücktrittversicherung deckt diese Kosten. Allerdings kostet solch eine Versicherung im Schnitt 100 Euro.

Hochzeitskredit frühzeitig beantragen

Der Hochzeitskredit sollte möglichst frühzeitig beantragt werden, denn für Bestätigung und Auszahlung der Kreditsumme muss mit einigen Wochen gerechnet werden. Bei weinigen Banken kann der Kredit kurzfristig erhöht werden, wenn die kalkulierte Summe nicht ausreichen sollte.

Step by Step zum Hochzeitskredit

Damit nicht am Ende noch was schief geht, sollte man den Hochzeitskredit planen.

  1. Das Budget kalkulieren: Zuerst sollte eine Liste mit allen Ausgaben erstellt werden. Hier ist es ratsam, dass man ruhig etwas großzügiger kalkuliert und auch berücksichtigt, wie viel Eigenkapital zur Verfügung steht.
  2. Haushaltsrechnung erstellen: Damit hat man die Möglichkeit die monatlichen Raten für die Tilgung zu ermitteln. Dazu müssen alle Einnahmen und Ausgaben aufgelistet werden. Wenn alle monatlichen Ausgaben vom monatlichen Einkommen abgezogen sind, kann die Tilgungsrate ermittelt werden.
  3. Anbieter vergleichen: Jetzt sollte man die Anbieter vergleichen. Dabei gilt es auf Sondertilgungen zu achten, damit der Kredit möglichst flexibel bleibt. Hilfreich ist in jedem Fall ein Kreditvergleichsrechner. Kreditantrag stellen: Hat man den richtigen Anbieter gefunden, muss der Kreditantrag gestellt werden. Hierzu müssen alle persönlichen Daten in das Formular eingetragen werden. Hat man einen zweiten Kreditnehmer, also den Ehepartner, müssen auch dessen Daten in den Eintrag integriert werden. An dieser Stelle können auch die Bürgen benannt oder die Haushaltsrechnung dazugelegt werden.
  4. Postident-Verfahren: Hat man den Kredit online beantragt, dann muss man sich natürlich identifizieren. Dies geht am Besten per Postident-Verfahren. Dazu müssen alle relevanten Unterlagen bei einer Filiale der Post vorgelegt werden. Der Mitarbeiter wird dann die Identifizierung durchführen und die Unterlagen an die entsprechende Bank schicken. Hat die Bank dann die Daten geprüft, wird in aller Regel der Kredit bewilligt.

Kredit-Auszahlung: Innerhalb weniger Tage wird das Geld dann auf einem Giro-Konto eingehen. Die Hochzeit kann nun mittels des Hochzeitskredit finanziert werden.

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten

Der Hochzeitskredit ist immer dann sinnvoll, wenn die Kosten für eine Hochzeit nicht aus eigener Tasche getragen werden können. Bekommt man Geld von einem Bekannten oder Verwandten leihweise, dann sollte auch hier ein Darlehensvertrag aufgesetzt werden.

Dieser muss folgende Punkte enthalten:

  • Eigener Name und Name des Darlehensgebers
  • Darlehenssumme
  • Datum der Auszahlung der Darlehenssumme
  • Zeitraum, in dem man das Geld zurückzahlen möchte
  • Vertrag mittels Unterschriften beider Parteien bestätigen
  • Geld auf das Konto überweisen und dem Darlehensgeber eine Sicherheit zukommen lassen

Viele Paare finden es immer noch unangenehm, sich für eine Hochzeit Geld zu leihen. Hier kann auch der Kredit von privat eine Lösung sein. Möchte man diese Möglichkeit in Betracht ziehen, dann muss man sich auf den entsprechenden Seiten für Kredit von Privat eintragen. Anschließend gibt man seinen Kreditwunsch ein und wartet, welche Anbieter sich melden. Es kann hier vorkommen, dass sich mehrere Anbieter melden, die die Hochzeit gemeinsam vorfinanzieren.

Was kann vom Hochzeitskredit alles bezahlt werden?

Beim klassischen Ratenkredit wird unter Verwendungszweck ‘Sonstiges’ angegeben und die Summe kann für alles Mögliche genutzt werden. Gibt man allerdings den wirklichen Verwendungszweck an, also Hochzeit, dann kann es sein, dass man bessere Konditionen bekommt.

Hochzeitskredit und Schufa

Trotz eines negativen Schufa-Eintrages kann man einen Hochzeitskredit bekommen. Solch ein Kredit wird als Schweizer Kredit oder Kredit ohne Schufa bezeichnet. Hier gilt aber zu bedenken, dass die Zinsen sehr hoch sind. Es ist ratsam, den Kredit mit einem zweiten Kreditnehmer oder einem Bürgen abzuschließen.

Hochzeitskredit – spezieller Kredit?

Nein, es handelt sich um einen ganz normalen Kredit, der die Möglichkeit bietet, sich kurzfristig einen Wunsch zu erfüllen. Für die Abbezahlung können unter anderem auch Geldgeschenke genutzt werden.

Was tun bei unerwartet hohen Kosten?

Wenn die Kosten für die Hochzeit sich unerwartet erhöhen, dann sollte man auf keinen Fall den Dispo dafür einsetzen, denn hierfür müssen in aller Regel sehr hohe Zinsen gezahlt werden. Stattdressen spricht man mit dem Kreditgeber und bittet um eine Erhöhung des ursprünglichen Hochzeitskredits.